Eine Überweisung zum Zweck der Durchführung eines bildgebenden Verfahrens wird im Allgemeinen als Einholung der Meinung eines Radiologen oder Nuklearmediziners verstanden. Der jeweilige Facharzt sollte die Antwort auf diese Bitte um die Meinung in Form eines Berichts vorlegen, um so das klinische Problem mitzubehandeln.
Die Überweisungsscheine zur Anforderung eines bildgebenden Verfahrens sollten genau und leserlich ausgefüllt werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Die Fragestellung und die Gründe für die Anforderung sollten eindeutig angegeben werden, und klinische Details sollten in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt werden, damit der Spezialist für bildgebende Verfahren die diagnostischen bzw. klinischen Probleme, zu deren Lösung die radiologische Untersuchung angefordert wurde, genau erfassen kann. In einigen Fällen kann es vorkommen, dass ein anderes bildgebendes Verfahren als das angeforderte besser zur Lösung des Problems beiträgt. Wenn sich der überweisende Arzt im Zweifel befindet, ob eine bestimmte Untersuchung notwendig ist bzw. welche Art der Untersuchung am besten ist, sollte er oder sie sich vorab mit einem Radiologen oder Nuklearmediziner in Verbindung setzen. Dieser ist immer gerne bereit, Ihre Untersuchungsanforderung mit Ihnen zu besprechen, Ihre Fragen zu beantworten und Ihre Wünsche entgegenzunehmen ohne Lehrmeister sein zu wollen. Umgekehrt, bitte akzeptieren Sie, dass Ihr Radiologe/Nuklearmediziner zurückruft und Ihre Indikation letztlich auch in Ihrem und im Sinne des Patienten hinterfragt.
Wie können unerwünschte Nebenwirkungen vermieden werden?
Für die Ausscheidung von intravenös verabreichten Kontrastmitteln im Rahmen von MR- oder CT-Untersuchungen ist die Nierenfunktion des Patienten von größter Wichtigkeit. Es sollten daher bei allen Patienten, die aus Ihrer Sicht eine Nierenschädigung haben könnten, diesbezügliche Angaben auf dem Überweisungsschein gemacht, sowie der Kreatinin-Wert angegeben werden.
Ferner sollten aus Gründen der medizinischen Qualitätssicherung, bei MR- und CT-Untersuchungen bei älteren Patienten in jedem Fall der Kreatinin-Wert, für CT-Untersuchungen der TSH-Wert sowie Angaben zur Diabetes- Medikation (CAVE Metformin) mitgeteilt werden.
| Untersuchung | Angabe von Laborwerten, Medikation |
|---|---|
| MR und CT |
Angabe des Kreatinin-Wertes:
|
| CT |
Angabe des TSH-Wertes:
|
| CT | Angaben zur Medikation Das Antidiabetikum Metformin sollte mindestens 48 Stunden vor und nach einer geplanten CT- Untersuchung mit Verabreichung von jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln abgesetzt werden. |