Osteomyelitis (akut/chron.)

 

Verfahren Empfehlung Kommentar
MRT, NM und RD Indiziert [A] Eine fettsuppressive MRT wird zunehmend als optimales Verfahren angesehen, deshalb gilt direkt nach dem konv. Röntgenbild eine MRT als indiziert. Das 2-3-Phasen-Szintigramm ist sensitiver als die RD. Dennoch ist der Befund nicht spezifisch, und es kann eine weitere NM mit alternativen Agenzien erforderlich werden. Die Knochenszintigraphie ist immer in 3-Phasen-Technik anzuwenden, immer artefaktfrei und somit auch bei Z.n. Osteosynthese einsetzbar. Gute Beurteilung der Entzündungsreaktion, GK-Staging, sensitivste Methode gerade bei frühkindlicher Osteomyelitis! Leukozytenszintigraphie ist im Anschluss fast  bligat, da sie den tatsächlichen Nachweis der Entzündungszellmigration in das Gewebe und Beurteilung des Aktivitätsgrades erlaubt.
CT oder US Indiziert [B] Die CT wird verwendet, um Sequester zu identifizieren. Sowohl der US als auch die CT können Hinweise auf die geeignete Stelle für eine geführte perkutane Biopsie liefern. US ist u. U. hilfreich, insbesondere bei Kindern, wenn Metallteile Artefakte in der MRT/CT verursachen oder wenn die CT aufgrund eines früheren chirurgischen Eingriffs unspezifisch ist.
PET (PET-CT) Indiziert [B] Eigentlich das beste Verfahren zum sicheren Nachweis einer Entzündung und deren Lokalisation, perfektes Landmarking, jedoch aktuell nur von Privatkassen oder privat zu vergüten.